Fotomarathon München 2013 – The final countdown

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Noch drei Tage, dann ist endlich wieder Fotomarathon in München. Letztes Jahr hat das mit meinen Vorbereitungen ja so gut geklappt, dass ich am Ende den 3. Platz belegte. Letztes Jahr hatte ich aber auch seeehr viel Zeit zum üben, weil ich in Elternzeit war und es für meine Kleine nix schöneres gab, als von mir mit dem Kinderwagen durch die verschiedensten Gegenden von Regensburg und Umgebung geschoben zu werden. (Aktuelle Spaziergänge enden meistens am nächsten Spielplatz – wär vielleicht auch mal eine Serie wert)

Zurück zum Fotomarathon. Meine Vorbereitungen in diesem Jahr beschränkten sich auf die folgenden Punkte:

  • Regeln auf der Webseite des Fotomarathons studieren (hat sich zu 2012 eigentlich nix geändert)
  • Motivideen für „das erste Bild“ sammeln. Ihr wisst schon, Startnummer im Bild und so – Hatte ich erwähnt, dass ich die Startnummer 003 hab ,-)
  • Ausdrucken von Model-Release Vorlagen, denn diesmal quatsch ich jemanden an! (Mit besten Dank an den Oli für die Vorlage)
  • Beantragen und Ausdrucken der Fotoerlaubnis des MVG
  • Kamera in Wettkampf Modus einstellen
  • Probelauf mit Kamera im Wettkampfmodus
  • Packliste schreiben

Aber eins nach dem anderen. Zu den Dokumenten und Erlaubnissen möchte ich gar nix sagen, da muss sich jeder selbst damit beschäftigen. Aber zum Thema Kameraeinstellungen (basierend auf meiner Nikon D7000) möchte ich einige „Best Practices“ aus dem letzten Jahr zum besten geben:

  • Die Bilder nur in jpg abspeichern, nicht jpg & raw, dass macht nur Probleme beim aussortieren.
  • Auch auf die zweite Speicherkarte keine raws, sondern eine Sicherheitskopie der jpgs speichern.
  • Wenn man die Usermodes verwendet, müssen alle Einstellungen für die normalen Modi (M, A, S, P) UND jeden der Usermodi (U1 und U2) abgespeichert werden. Sonst hat man im U1 am Ende nur in Raw fotografiert und das Bild kann nicht eingereicht werden. Wozu man die Usermodi gut verwenden kann, steht übrigens hier.
  • Wenn man plant, z.B. in Schwarzweiß zu fotografieren, muss man das in den Bildstilen, also „vor der Aufnahme“ einstellen. Eine nachträgliche Bearbeitung der Bilder in der Kamera (auch Croppen) für zur Disqualifizierung der Bilder.
  • Datum und Zeit in der Kamera checken, meine Kamera war bis gestern von unserem Türkei Urlaub im Juni noch auf Antalya Zeit. Und wenn die Bilder am Samstag nicht zwischen 11:00 und 19:00 gezeitstempelt sind, gibt’s Probleme mit der Jury.

Für den Tagesablauf sei euch folgendes gesagt:

  • Acht Stunden sind lang, zieht eure bequemsten und funktionalsten Klamotten und Schuhe an.
  • Das Wetter kann und wird wechseln. Eine dünne Softshell und/oder eine Regenjacke sind Pflicht.
  • Weniger (Equipment) ist mehr – ihr schleppt das Zeug den ganzen Tag rum.
  • Während des Tages nur fotografieren und kein einziges Bild löschen.
  • Lieber ein Bild zuviel als zuwenig und sofort genau kontrollieren, nichts ist ärgerlicher, als wenn im finalen Bild z.B. eine Linie ganz knapp nicht in eine Ecke läuft oder im Hintergrund ein Tourist ins Bild rennt und man das erst beim aussortieren merkt.

Und auch zur Abgabe der Bilder hab ich ein paar schlaue Tipps parat, die man beherzigen kann/sollte:

  • Spätestens um 18:15 am Ziel sein um die Bilder auszusortieren (hier sollte man nicht in Hektik verfallen müssen).
  • 2. SD Karte entfernen und nur noch im Notfall wieder aus der Tasche ziehen (wenn man aus Versehen einen „Keeper“ gelöscht hat).
  • Zur besseren Beurteilung der Bildqualität ein Tablet o.ä. mitnehmen.
  • Nicht die Bilder von der SD Karte aufs Tablet, dort ausmisten und dann wieder zurück kopieren, sondern:
    • Backup der Bilder auf’s Tablet
    • Auswahl auf dem Tablet
    • Sperren der ausgewählten Bilder in der Kamera
    • Löschen aller nicht gesperrten Bilder in der Kamera
  • Letzter Check ob auf der Karte wirklich genau die 12 finalen Bilder sind.
  • Abgeben, in den Biergarten setzen und ein Bier bestellen.

Und dann hätte ich da noch einen Auszug mit den relevanten Teilen meiner Packliste.

  • Kamera Body
  • 28er
  • 50er
  • (voll geladene) Kamera Akkus
  • Speicherkarten (mehr als die zwei in der Kamera)
  • Softshell/Regenjacke
  • Gorilla Pod
  • R-Strappen
  • Microfasertuch
  • Model Releases
  • MVG Foto-Erlaubnis
  • Ipad
  • Ipad Camera Connection Kit

Ich persönlich kann auf eine große Auswahl an Fototaschen zurückgreifen, werde aber trotzdem aus Tragekomfortgründen meinem kleinen Trekkingrucksack den Vorzug geben. Die Kamera hängt eh am R-Strap und das nicht benutzte Objektiv wandert in die übergroßen Taschen meiner Baggy Shorts. D.h. ich brauche nicht den Zugriffskomfort, den mir eine meiner LowePro Slings/Rucksäcke oder mein geliebter kleine Thinktank bietet.

Und zu guter Letzt noch ein paar Worte zu meinem Probelauf. Ich war gestern Abend mit Kamera im „Wettkampfmodus“ in Regensburg unterwegs um in 120 Minuten fünf Bilder mit folgenden Titeln zum Überthema „Mensch und Stadt“ zu schiessen:

  • Summer in the City
  • Nach Hause
  • Allein
  • Feinschmecker
  • Nicht ist wie es scheint

Da ich erst um 20:30 losgezogen bin, war natürlich High-ISO angesagt, was ich am Samstag unbedingt vermeiden möchte – OOC jpgs über ISO2000 haben nichts mit dem zu tun, was die Rauschentfernung in Lightroom aus den gleichen Raws zaubern kann. Ansonsten hat alles gut funktioniert und es ist kein weiterer Lauf mehr nötig (ich hätte auch bis Samstag keine Zeit mehr dafür).

Ein besonderer Gruß geht hier an einen alten Freund, der es noch nicht in die sozialen Medien, aber auf eins dieser Bilder geschafft hat.
Bitteschön:

In diesem Sinne, man sieht sich am Samstag..oO(003)