Meet the Richards

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Das wohl bisher aufwändigste Shooting hatte ich wohl mit den Richards. Ich habe Jörg bei einem der ersten Classic-Car-Meets in 2012 kennengelernt, als ich mehrfach mit Stativ und Kamera um sein rotes ’67er Mustang Cabrio geschlichen bin und er anschließend von meinen Bildern auf Facebook begeistert war. Bereits einen Monat später zog mich seine Frau Inge auf dem Classic-Car -Meet zur Seite und erzählte mir von ihrem Plan, Jörg ein Shooting mit mir zum Geburtstag zu schenken. Läuft, dachte ich mir. In den Vorbereitungen kam dann der ganze Umfang des Shootings ans Tageslicht:

  • HDR Bilder von dem roten ’67er Mustang
  • HDR Bilder vom ‚Alltagsauto‘ der Richards, einem Mercedes CLS von 2011.
  • Portaitbilder von Inge, Richard und deren Tochter zusammen mit dem Mustang.

Jetzt war ich nervös. Portraitshooting mit drei Personen, das kann in die Hose gehen. Shooting mit einem Kind, das kann nach ein paar Minuten vorbei sein, weil das Kind keinen Bock mehr hat (hab ich bei meiner kleinen Chefin schon oft genug erlebt).

Aber alle Sorgen waren völlig umsonst.
Wir trafen uns an einem nebligen November Nachmittag in meinem geliebten Gewerbepark und führen für das Portaitshooting erstmal auf das Freideck eines ganz gewissen Parkhauses. Es war mitten am Nachmittag, aber trotzdem habe ich das Shooting mit meiner kompletten Strobistenausrüstung durchgezogen – der Hochnebel lies einfach zu wenig Licht durch.

Als ich alles eingerichtet hatte und die ersten Testbilder machte, glaubte ich meinen Augen nicht trauen zu können. Die drei warfen sich von einer Gemeinschaftspose in die Nächste ohne dass ich auch nur ein Wort sagen musste. Selbst die Kleine war das ganze Shooting mit größter Freude bei der Sache und so sind innerhalb kürzester Zeit eine annehmbare Anzahl von – wie ich finde – richtig guten Bildern entstanden.

Teil 1 von 3 war also im Kasten. Teil 2 ging dann auch recht schnell. Mittlerweile brach die Dunkelheit ein und der Nebel nahm zu, so dass ich neben den obligatorischen 8mm Weitwinkel HDRs ein paar richtig coole Bilder von der futuristischen Lichtanlage des Mercedes machen könnte.

Im Anschluss daran verabschiedeten sich die Mädels und Jörg und ich zogen mit unseren Fords weiter – hört sich gut an, auch wenn ich mich fast nicht traue, meine Focus Kombi mit einem Mustang in einem Satz zu nennen.

Wir haben glaube ich so ziemlich jede Location des Gewerbeparks mit den unterschiedlichsten Brennweiten und Blickwinkeln ausgekostet und dabei jede Menge Hammerbilder produziert. Nebenbei erzählte mir Jörg alles mögliche über sein Auto, so das ich vor lauter Ratschen manchmal fast das Fotografieren vergessen habe – das sind immer die besten Shootings.

Zum krönenden Abschluss ging’s dann noch vor Jörgs Haustür nach Keilberg. Denn ich hatte ihm Nebelbilder versprochen und der Hochnebelartige, den die Donau über den Gewerbepark legte, war nicht dass wonach ich gesucht hatte. Und die paar Höhenmeter Unterschied machten sich bezahlt. Laternenbeleuchtete Straßenfluchten, die auch aus einem britischen Horrorfilm stammen könnten, gaben eine Wahnsinnskulisse für die finalen Bilder des Abends ab. Und da soll noch einer sagen, Vorstadtwohnsiedlungen sind keine geile HDR Location.

Aber schaut euch die Bilder doch einfach selbst an und sagt mir, was ihr davon haltet: