Serielle Rahmen als Schmuck meiner Bilder

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Ein Bild braucht einen Rahmen. – Sagt man.

Wenn ich mir meine alten HDRs anschaue, die ich stets mit einem Doppelrahmen aus Schwarz und der Hauptfarbe des Bildes geschmückt habe, frage ich mich echt, was ich mir dabei gedacht habe. Von der fetten ‚matmaxx‘ Signatur reden wir jetzt besser mal garnicht.

Andere, vertikal meist leicht außermittig angesetzte Rahmen mit dem epischen Titel eines Bildes wollen Fineart Feeling vermitteln. Klappt manchmal auch. Nicht.  Immitationen von wuchtigen Holzrahmen, Polaroids oder 35mm Filmstreifen – auch ein Art von Rahmen, aber nicht für mich. Außer wenn die Bilder vom Smartphone kommen. Dann ist dieser Bildschmuck plötzlich wieder erlaubt und gefällt.

Aber warum sollte man den Rahmen immer als Schmuck um das Bild legen? Warum sollte man nicht einen Teil des Bildes zum Rahmen machen. Bei passendem Standpunkt können Tore, Schaufenster, Passagen, Hinterhöfe usw. perfekte Rahmen für ein beliebiges Motiv abgeben. Braucht man nur noch ein Motiv, welches man mit dem Rahmen schmücken kann. Manchmal steht einfach zufällig ein Sportwagen an der richtigen Stelle, manchmal ist der Rahmen das Motiv selbst.

Und in einigen Fällen kann man auch mal den Streetfotografen geben (was ich ja eigentlich gar nicht mag) und fremde Passanten als Motiv einbauen. Immer darauf bedacht, keine Persönlichkeitsrechte zu verletzen. Und wenn dann doch mal das ein oder andere Gesicht zu sehen ist – bei der Größe der abgebildeten Personen kann man auch mal drei gerade sein lassen, oder..?

Also machen wir heute eine Fotoserie mit dem Thema ‚Rahmen‘.

Fast alle Bilder sind mit dem 50mm 1:1,8G geschossen, nur das Bild am ‚roten Herzfleck‘ ist mit dem 35mm 1:1,8G aufgenommen worden. Es geht halt nichts über Lichtstärke.

Belichtungstechnisch war bei den Motiven nur der manuelle Modus und viel Ausprobieren zielführend. In einem dunklen Tunnel stehen und in die pralle Sonne fotografieren oder umgekehrt aus der Sonne in einen schattigen Gang schiessen überfordert wohl jede automatische Belichtungsmessung. Auf jeden Fall aber alle Messmethoden meiner Nikon D90. Eigentlich wären das schon fast HDR Voraussetzungen gewesen, aber wenn man in RAW fotografiert und mit dem genialen Lightroom 4 arbeitet, funktioniert die Sache auch ohne Stativ, Funkauslöser und Photomatix Orgie.

Selbstverständlich sind nich alle Bilder nach diesem Schmuck-Rahmen-Schema fotografiert. Manchmal muss man bei einer Fotoserie eben auch um die Ecke denken und das Thema nicht ganz so eng sehen.

Aber seht selbst:

Und was soll das ganze Gerede vom Schmuck eigentlich? Dem ein oder anderen ist es vermutlich schon aufgefallen, dass ich mit dieser Serie mal wieder mehr als ein Ziel verfolge. Hinter dem vordergründigen Erstellen eine Fotoserie steht natürlich auch wieder die Teilnahme an der aktuellen Aufgabe hsschmuck aus der Folge #263 des HappyShooting Podcasts.

Serielle Rahmen

Aber wo genau ist denn der Schmuck in diesem Bild?
Rahmen schmücken Bilder, hab ich glaube ich schon erwähnt.
Außerdem warten die beiden Damen auf ihren Friseur. Haarschmuck Galore.
Und zu guter Letzt ist das ja wohl eine echt schmucke Spiegelung (ich mein jetzt nicht den Fotografen), oder..?

 

Gibt es noch etwas zu dem Bild zu sagen? Eine gewisse Inspiration durch die aktuellen Bildern einer gewissen Kreativ-Podcasterin aus Hannover ist wohl nicht von der Hand zu weisen.

Klingeling. A deeper frame, sozusagen. Klingeling.