Wolken verbiegen

Als ich neulich endlich mal wieder ein paar Stunden Freizeit hatte, nutzte ich diese, um in der Regensburger Altstadt ein paar Panoramen zu schiessen. Es war mitten am Nachmittag, also keine perfekten Bedingungen für ansprechende HDR Panoramen, sondern eher etwas für durchschnittliche Schnappschüsse. Zum Glück gab wenigstens der stark wolkenverhangene Himmel etwas her, so dass ich mich doch entschlossen habe, das ganze als HDR zu machen. Entstanden sind drei Panoramen am Donauufer, auf die ich im Einzelnen eingehen möchte.

Das erste Motiv ist der Regensburg Klassiker schlechthin, Steinerne Brücke, Dom und Altstadt direkt an der Donau von der südlichen der beiden Donauinseln aus geschossen. Mein Standpunkt war relativ nah an der Steinernen Brücke, weshalb diese sich auch durch die Panoramaprojektion so schön ‚aufbäumt‘. Ich bin extra nicht zu nah an dns Wasser gegangen, damit die Ufermauer einen schönen Bogen am unteren Bildrand macht statt nur an den beiden Rändern das Bilds aufzutauchen. Die Steinere Brücke war natürlich voller Leute (weil Feiertag war), was zu heftigen Geistern und noch heftigeren Stempeltiraden in Photoshop geführt hat. Das Panorama besteht aus 15 Belichtungsreihen bei 10mm Brennweite mit je 10 Belichtungen von 1/4000s bis 1/8s bei Blende 11.

Bending the clouds

Das zweite Motiv ist ein 360° Panorama und wurde an der eisernen Brücke am Übergang zum Donaumarkt aufgenommen. Nicht so ein spektakuläres Motiv wie Bild 1, aber durch die 360° Ansicht und die stark unterschiedlich entfernten Objekte entfaltet es eine ganz spezielle Wirkung für mich. Im Gegensatz zum ersten Bild, in dem ich alle Lebewesen entfernt habe, habe ich mich hier ganz bewußt für das Pärchen rechts auf dem Weg entschieden. Ich war selbst erstaunt darüber, dass das Stitching so gut funktioniert hat, schließlich war z.B. die Treppe ganz rechts im Bild keine zwei Meter von mir entfernt – und zu dem Zeitpunkt hatte ich ja noch keinen Panoramakopf. Das Panorama besteht aus 17 Belichtungsreihen bei 10mm Brennweite mit je 10 Belichtungen von 1/4000s bis 1/8s bei Blende 11.

Bending clouds

Das dritte Motiv zeigt auch wieder die Steinerne Brücke und das Donauufer, diesmal aber das Andere, d.h. hier sieht man die Seite, auf der ich im ersten Bild gestanden bin, bzw. in diesem Bild stehe ich genau in der Szene des ersten Bildes. Auch hier war es mir wieder sehr wichtig, dass die Ufermauer durchläuft und nicht in der Mitte verschwindet. Und natürlich war auch hier wieder alles voller Menschen, und ich habe mich für die Mischform aus den ersten beiden Bildern entschieden. Die Nahen (am Ufer) behalten, die Fernen (auf der Brücke) entfernen. Die zwei Frauen direkt am Wasser haben sich übrigens während der kompletten Aufnahme des kompletten Panoramas nicht bewegt ;-]. Das Panorama besteht aus 8 Belichtungsreihen bei 10mm Brennweite mit je 10 Belichtungen von 1/4000s bis 1/8s bei Blende 9,5.

tourist.hunt

So, das war’s auch schon – aber ich melde mich bestimmt bald wieder mit einem Bericht über mein neuestes Spielzeug, den Panosaurus 2.0…